Beiträge

Gemeinschaft bauen – das Hagmann-Areal in Winterthur

VON ANGELA SABO, EINSZUEINS

Wohnen in Gemeinschaft ist ein menschliches Leitmotiv. Statistisch gesehen steigt die Zahl der Zwei- oder Einpersonenhaushalte. Die Erfahrung des Wohnens in Gemeinschaft geht scheinbar zunehmend verloren. Andererseits liegen gemeinschaftliche Wohnprojekte im Trend. Einen Steinwurf entfernt von unserer Schweizer Repräsentanz in Winterthur/Schweiz ist das Hagmann-Areal entstanden. Eine Familie hat dort ihr privates Land genutzt und ein Zuhause für kommende Generationen geschaffen: ein Neubau mit 50 Wohnungen, Gemeinschaftsräumen, Werkstatt, flexibel nutzbaren zumietbaren Zimmern, mit Gewerbe, Außenflächen zur Begegnung, autoarm. 132 Menschen wohnen und arbeiten hier seit 2018.

Das Besondere am Hagmann-Areal ist die starke persönliche Verwurzelung der Erbengemeinschaft mit ihrem Land und die klare Vision der Bauherren, mit den vorhandenen Mitteln nicht einfach ein schönes luxuriöses Haus zu bauen, dass Einzelbedürfnisse befriedigt – sondern etwas Sinnstiftendes, dass der Gemeinschaft dient. Im Schweizer Verlag Park Books ist ein ergreifendes, persönliches Buch zum Projekt erschienen: „Gemeinschaft bauen“.

“Hochinteressant und nützlich für Architekten, Planer, Bewohner, die ein ähnliches Gemeinschafts-Wohnprojekt vorhaben. Auch die Grundrisse sind zum Teil außergewöhnlich, entsprechen nicht der üblichen Wohnraum-Denkweise. Das Buch kann ein prima Motivator und Ideengeber sein.” (Götz Schneider, Architekt und Geschäftsinhaber)

Auch die Architektur muss passende Formen, Räume für die gewünschten Inhalte und Nutzungen schaffen. Das Buch erzählt sehr authentisch von den Herausforderungen in einem solch komplexen Projekt, u.a. in Form von Interviews, Gesprächen, Bildstrecken. Es geht um die Geschichte der Familie Hagmann, um kreative und emotionale Findungsprozesse, weiter mit der Planungsphase und einer “Checkliste für NachahmerInnen”, Betrachtungen zur Bauphase und Architektur sowie Porträts und Statements der Menschen, die im Hagmann-Areal leben und arbeiten. Im Anhang finden sich Statistiken, eine Auflistung wichtiger Zahlen, Fakten, Kosten und eine extra Karte mit Grundrissen. Ein sehr menschliches, in Form und Inhalt anspruchsvolles Buch – so wie das Projekt selbst. Die Überbauung des Hagmann-Areals wurde mit dem Architekturpreis Kanton Zürich 2019 ausgezeichnet und gewann einen Gold Award der europäischen Auszeichnung “best architects”.

Ausführliche Informationen: hagmann-areal.ch
Speziell zur Architektur: “best architects” Award 2019 und Architekturpreis Kanton Zürich

 

Das Buch:

Gemeinschaft bauen
Wohnen und Arbeiten auf dem Hagmann-Areal in Winterthur

Herausgegeben von der Familie Hagmann
Mit Beiträgen von Ulrike Ulrich, Karin Salm, Caspar Schärer und Sabine Wolf.
Fotografien von Dominic Büttner, Georg Aerni, Céline Brunko und Eva Linder
Park Books AG
ISBN 978-3-03860-179-1
SFR 39,00 / EUR 34,00

 

Herzlichen Dank an Park Books für die Erlaubnis, Fotos aus dem Buch in diesem Beitrag zu zeigen.

 

Lieferung per einszueins-Datenstick

VON EINSZUEINS

Auf Wunsch liefern wir Ihre CAD-Daten ab sofort auch per USB-Datenstick.

Unser neuer Datenstick mit 4 GB Speichervolumen löst die CD-ROM ab. Aus Gründen der Nachhaltigkeit haben wir uns dafür entschieden. Weniger Kunststoff, weniger Verpackung. Auch das Vorhandensein eines CD- oder DVD-Laufwerks, bei neuen Rechnergenerationen oft gar nicht mehr integriert, ist so nicht mehr nötig. Der besonders flache Stick passt in die Geldbörse, ins Visitenkartenfach, an den Schlüsselbund.

Die Lieferung per USB-Datenstick können Sie ganz einfach in der Auftragsbestätigung angeben/ankreuzen.

 

Weitere Infos zum Thema Bestellung und Lieferung unter Papier zu CAD ganz einfach in 5 Schritten.

 

 

Ein Stadtmodell, gebaut aus Witz und Emotionen

VON ANGELA SABO, EINSZUEINS

Vermutlich jeder Architekt hat im Studium Modelle mit Gebäuden und Straßenzügen gebaut, stadtplanerisch korrekt und maßstabsgerecht. Ganz anders das Frankfurt-Modell im Historischen Museum seit 5. Mai wieder offen für Besucher*innen. Es zeigt Frankfurt so, wie keine Berechnungen und keine Bau-Pläne es erfassen können: als gefühlte, erlebte Stadt.

 

Gemeinschaftswerk

Im Sommer 2015 gingen Museumsmitarbeiter*innen direkt zu den Frankfurter*innen auf die Straße, in alle 42 Stadtteile. In 1333 Fragebögen wurden die Bewohner*innen nach ihren Stadtansichten befragt: Es ging um Lieblingsorte, Un-Orte, Orientierungspunkte. Wie lebt es sich in Frankfurt? Was macht die Stadt aus? Die Recherche dauerte 4 Monate. Auf über 70 Quadratmeten Fläche sind das Wissen und die Erfahrungen von Kenner*innen, Liebhaber*innen und Kritiker*innen Frankfurts haptisch und ästhetisch zusammengetragen. Kein normales Architekturmodell zeigt die Stadtgesellschaft so lebendig und widersprüchlich wie dieses.

 

Die Macher

Herman Helle, Künstler aus Rotterdam, hat die „gefühlte Stadt” dann in einem Modell porträtiert. Dazu kommen Geräusche und Videos. Der Künstler selbst kannte Frankfurt nicht. Er folgte den Stimmen, Bildern, Materialien der Stadtbewohner*innen. Besondere Orte, die den Befragten  besonders wichtig erschienen, sind bewusst in einem größeren Maßstab dargestellt. Nur Stadtgrenzen und Topografie sind exakt eingehalten. Am Modell arbeiteten bis zu 12 Künstler*innen täglich über viele Monate.

 

Recycelte Materialien und Alltagsgegenstände

Viele Geschichten und Erfahrungen sind im Modell durch Anspielungen und Fundstücke wiedergegeben. Ein halbierter Souvenir-Teller mit Rathausmotiv wird zum Römer. Ein Telefonhörer gibt einen Bankenturm. Ein Plexiglasgebilde mit geschredderten Banknoten visualisiert die Geldentwertung, ein Hartgummi-Dachs die Börse. Die Messehallen sind durch Gesellschaftsspiele dargestellt und eine Mausefalle weist auf die Justizvollzuganstalt hin. Dicke rote Seile durchkreuzen das Modell und stehen für Autobahnen und Straßen, die durch Frankfurt verlaufen. Gefärbte Borsten, Pinsel, Klobürsten bilden Frankfurts Stadtwald, Thermometer und alten Tablettenpäckchen den Industriepark in Höchst.

Unbedingt anschauen

Weil das Frankfurt-Modell sinnlich, originell und auch ein bisschen verrückt ist. Einzelne Gebäude sind sehr gut zu erkennen. Über andere rätseln Einheimische genauso wie Stadtfremde. Integrierte Filmstationen erzählen über die “Unterwelt” Frankfurts. Außerdem ist der Main begehbar. Überdimensional breit lässt der Fluss als “Weg durch das Modell” viel Raum zum Schauen, auch für Familien oder Rollstuhlfahrer. Die Main-Brücken stehen nicht im Weg. Sie schweben über den Köpfen der Besucher.

 

Das Frankfurt-Modell ist Teil der Daueraustellung Frankfurt JETZT!  im Historischen Museum Frankfurt.
Seit 5. Mai 2020 kann das Museum Corona-konform wieder besucht werden. Informationen und Öffnungszeiten auf der Museumswebsite.

 

Fotos: Götz Schneider

 

Architektur der Unendlichkeit, ein Dokumentarfilm

VON ANGELA SABO, EINSZUEINS

Manche Gebäude haben eine ganz besondere Aura, eine Energie, die man schwer beschreiben kann. Solche Bauwerke erkundet Christoph Schaub mit der Kamera. Sakralbauten, Kirchen, aber auch “ungebaute” Räume.

Perfekt zum Eintauchen. Eine schwebende Kamera fängt Proportionen und Licht ein, traumwandlerische Bilder. Sie zeigt, wie Architektur Räume gestaltet , sie erweitert und öffnet. Die Kamera führt den Blick über Denkgrenzen hinaus, in die Weite des Himmels, die Tiefe des Meeres. An Orte, an denen die eigene Unendlichkeit wie auch die Endlichkeit fühlbar werden. Spuren von Spiritualität in der Architektur.

Christoph Schaub ist einer der wichtigsten Schweizer Filmregisseure, vor allem im dokumentarischen Erkunden architektonischer Ausdrucksformen. Seinen neuen Film setzt er in der eigenen Kindheit an, als seine Faszination für sakrale Bauwerke und das Staunen über Anfang und Ende begannen.

Kirchen sind mehr als repräsentative Gotteshäuser. Sie dienen als Schutz vor dem Uferlosen, vermitteln gleichzeitig ein Gefühl von Weite. Sakrale Baukunst lässt Mystik erfühlen. Doch wie muss der Raum architektonisch beschaffen sein, damit das gelingt? Der Film geht diesen Erfahrungen mit Feingefühl, beeindruckenden Bildern und intensiven Gesprächen nach.

Gemeinsam mit den Architekten Peter Zumthor, Peter Märkli und Álvaro Siza Vieira, mit den Kunstschaffenden James Turrell und Cristina Iglesias und dem Schlagzeugvirtuosen Jojo Mayer ergründet Schaub die besondere Magie sakraler Räume. Deren Definition geht im Film weit über kirchliche Bauten hinaus. Die Reise führt durch Baukunst und bildende Kunst bis in die Natur.

Wir finden: sehenswert!

Architektur der Unendlichkeit
Ein Film von Christoph Schaub
Scheidegger & Spiess, Schweiz 2019
DVD mit Begleitbuch in Festeinband, 32 Seiten
Film in Originalfassung mit Untertiteln Deutsch, Englisch und Französisch
Spieldauer ca. 85 Min., farbig

 

 

DVD-Cover: Verlag Scheidegger & Spiess, scheidegger-spiess.ch
Abbildungen im Text: Pressebilder, architekturderunendlichkeit.ch

 

Papierpläne “kontaktlos” weitergeben – mit dem Smartphone

EIN BEITRAG VON: EINSZUEINS

Normalerweise können Sie uns Ihre Papierpläne für die CAD-Erstellung zuschicken oder vorbeibringen. Wenn das nicht möglich ist, geht es auch “kontaktlos”, z.B. einfach über Ihr Smartphone. 

Mit dem iPhone 11 können Sie z.B. Papierpläne direkt als E-Mail-Anhang scannen:

  1. E-Mail senden wählen
  2. Doppelklick im leeren Nachrichtenfeld – es erscheint ein schwarzes Auswahlmenü
  3. “Dokument scannen” wählen und Plan aufnehmen
  4. Scan sichern, er wird direkt als E-Mail-Anhang angefügt
  5. E-Mail absenden an info@einszueins-digital.de – wir erhalten Ihren Plan und senden Ihnen ein Angebot

Das Gute daran: Wenn Sie den Scan speichern, werden Verzerrungen direkt korrigiert. Sogar der Plankopf wird teilweise ausgelesen und als Dateibenennung verwendet. Bis zu Planformaten von A1 ist die Scanqualität sehr gut und auch für die direkte Umsetzung ins CAD geeignet. Bei Scans sehr großer Planformate wie A0 kommt es auf den Planinhalt an. Als Grundlage für ein Angebot ist die Qualität aber in jedem Fall ausreichend.

Noch ein Tip: am besten Tageslicht nutzen für einen schärferen Scan!

Smartphone zur Hand? Kamera an und starten:

Bei Smartphones, die unter Android laufen, ist ein kleiner Zwischenschritt nötig: Besorgen Sie sich kostenlose Software zum Scannen wie z.B. CamScanner, Simple Scan oder Document Scanner.

Beste Grüße, Ihr einszueins-Team

 

 

33 Tipps für AutoCAD-Anwender

VON EINSZUEINS

Produktiver sein, Zeit sparen, Funktionen ausschöpfen – das darum geht es in dem leicht verständlichen E-Book von Autodesk mit 33 praxiserprobten AutoCAD-Tipps. Wir haben reingeschaut und finden das gut.

Wenn Sie selbst CAD-Pläne erstellen und dabei mit AutoCAD arbeiten, kann Ihnen das E-Book nützliche Inputs geben. Die AutoCAD-Tipps sind für Anfänger wie auch für Fortgeschrittene gedacht. Das E-Book ist “das Ergebnis der Arbeit zahlreicher AutoCAD-Anwender, darunter die Mitglieder der AutoCAD Facebook Community, Frank Mayfield, Donnie Gladfelter und viele andere” – beschreibt es der Software-Hersteller auf seiner Website die Zusammenstellung. In den insgesamt 8 Kapiteln geht es um Grundlagen und Einrichtung von AutoCAD, um Funktionen wie Anzeige, Objekte und Änderungen. Außerdem um spezielle Funktionen, Datenmanagement und verschiedene AutoCAD-Anwendungsmöglichkeiten. Auch Hinweise und Denkanstöße für die persönliche Arbeitsweise sind enthalten. Zudem ist das E-Book übersichtlich und klasse gestaltet. Sie finden es u.a. auf der Website unseres langjährigen Software-Partners Schaffer EDV kostenfrei zum Download. Alternativ direkt bei Autodesk via E-Mail anfordern. Viel Spaß beim Arbeiten!

E-BOOK ANSCHAUEN

    

 

Was wird eigentlich noch alles digital? Radfahren mit smarter Technik

VON GÖTZ SCHNEIDER

Ich fahre täglich ins Büro. Normalerweise mit dem Auto. Dann kam mein privater Umzug mit der Familie. Vom Land in die Stadt. Der brachte das Smartbike in mein Leben. Smart-Was?

Ja, Smartbike.

Guten Morgen, Fahrrad!

Aus der Architektur kennt man das vernetzte intelligente Haus. Zugang, Licht, Kühlschrank, Rollläden, Heizung – alles automatisiert, elektronisch gesteuert, per App sogar von unterwegs. Seit der Jahrtausendwende werden mehr und mehr Smart-Home-Technologien geboren und Lebensbereiche zunehmend digitalisiert. Jetzt hat es auch den Drahtesel in der Garage erwischt. Genau das passt in meiner neuen Wohnsituation wie der Sattel auf den Rahmen. Neugierig auf innovative Technologien bin ich zugegebenermaßen auch. Deshalb fahre ich jetzt Smartbike.

Mein neues Fahrrad hat mich schnell erobert. Mit seinem schönen Design, mit hochwertigen Materialien, mit klar gestalteten Funktionen.

Alle Teile am Rad sind minimalistisch mit Liebe zum Detail ausgeführt. Weder Akku, Motor noch Display sind als Technik wirklich erkennbar. Die Strecke zum Büro und zurück würde ich mit einem normalen Rad nicht täglich fahren. Ich kenne meinen inneren Schweinehund. Die Elektro-Unterstützung fegt diesen allerdings dermaßen aus dem Weg, dass ich frustriert bin, wenn ich dann doch einmal das Auto nehmen muss. Welch smarte Wendung.

 

Das Smartbike hat nur zwei Gänge. Gewohnt bin ich 27. Meine persönliche, optimale Trittfrequenz bekomme ich leider nicht hin. Allerdings gibt es am Lenker einen Boost-Button.

Das magische Knöpfchen gibt kräftig Anschub und lässt mich auch das Übersetzungsproblem schnell vergessen. Überhaupt hat der Button Suchtpotential. Klingt nach viel Technik, doch das Bike lässt sich auch ohne Zuschaltung des Motors richtig gut fahren. Bei einem Eigengewicht von 18,5 kg fühlt es sich fast wie mein altes Holland-Rad aus Studienzeiten an. Das finde ich smart.

Das Fahrrad 100% sicher abschließen? Mit einem Kick auf die hintere Nabe – fertig. Der Alarm wird automatisch scharf geschaltet, die Nabe verriegelt mechanisch.

Bewegt ein Fremder das Rad, gibt es laute Warnsignale von sich. Und wenn jemand das Bike trotzdem wegträgt? Dann melde ich das den Bike-Huntern des Herstellers per App. Spätestens nach zwei Wochen bekomme ich mein Rad zurück oder – bei ganz gewieften Dieben – ein neues Rad zugesandt. Bei dem relativ hohen Kaufpreis ein großer Vorteil. Mein Rad wird sich nach 500 Fahrten ins Büro amortisiert haben. Das ist in zwei bis zweieinhalb Jahren. Bis dahin freuen sich Gesundheit und Körper über Bewegung und Draußensein. Für mich sind das smarte Aussichten.

 

Nach fünf Wochen Smartbike freue ich mich immernoch auf jede Tour.

Weil ich mit Leichtigkeit aufs Auto verzichte. Weil ich das flexible Unterwegs-Sein auf einem robusten Rad mit toller Optik genieße. Weil ich es überall schnell abstellen kann, ohne Fummelei mit Schlössern und Fahrradständer. Weil ich weiß, dass mein Bike vollständig vor Diebstahl geschützt ist. Hergestellt wird das Rad von VanMoof, Entwickler einer neuen Generation Citybikes, vernetzt und digital steuerbar über Smartphone, GPS und Internet.

Fazit.

Das ist smart:

  • Licht ist integriert im Oberrohr
  • Boost-Button
  • Automatikgänge
  • Alarmanlage
  • Bike-Hunter Peace of Mind Service
  • Unsichtbares Fahrradschloss
  • Starkes Design mit wenig losen Teilen
  • App-Steuerung simpel und klar

Das ist gut zu wissen:

  • Es ist ein reines City-Bike, am besten fahrbar auf Asphalt und befestigten Wegen
  • Nicht für hügelige Städte geeignet, noch weniger für Downhill
  • Display bei Sonne schwer zu lesen, aber auch nicht notwendig, sobald man sein Rad kennengelernt hat
  • Ohne Handy ist das Licht nicht einschaltbar

Wie auch immer Sie unterwegs sind – ich wünsche smarte Fahrt!

Ihr Götz Schneider

80% unserer Mitarbeiter kommen mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit. Um innovative Rad-Projekte geht es auch in unserem Beitrag Radverkehr und Städtebau.

Menschen bei einszueins – Alireza Moghimi, CAD-Experte: “Schwierige Aufgaben fordern mich heraus”

VON EINSZUEINS

 

Mitarbeiter bei einszueins Alireza Moghimi, Dipl.-Ingenieur (Architektur), Digitalisierung von Plänen ins CAD

Alireza Moghimi ist unser Mann, wenn es um Präzision und Power geht. Der studierte Ingenieur (Architektur) und begeisterte Läufer hat jahrelange Erfahrung im CAD und liebt anspruchsvolle Aufgaben. Im Frühjahr ist er in Barcelona eine der schönsten Marathon-Strecken in ganz Europa gelaufen, vorbei an Bauwerken wie der Sagrada Familia und anderen Sehenswürdigkeiten. Überwältigende 42,195 Kilometer Rundkurs durch die Innenstadt. 

 

Auf dem Weg ins Büro: Nimmst du die Treppe oder den Aufzug?

Alireza Moghimi: Hoch fahre ich meistens – aber nur, weil die Tür zum Treppenhaus morgens noch abgeschlossen ist.

Du bist diesen März den Barcelona-Marathon gelaufen. Gut 15000 Läufer starten dort. Warst du zufrieden mit dir?

Es war sogar besser als ich erwartet habe. Super Atmosphäre und wunderbares Wetter. Meine Zeit war ganz knapp unter 4 Stunden. Damit habe ich mein persönliches Ziel von 4 h 20 min unterschritten. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Laufleistung.

Wie wichtig ist Sport in deinem Alltag?

Ich habe immer Sport gemacht. Fußball, Ringen, Judo, Volleyball, Basketball. Aber mir fehlte immer etwas, das meinen Geist nach einem anstrengenden Tag voll zufriedenstellte und meine Gesundheit förderte. Vor 8 Jahren begann ich mich für das Laufen zu interessieren und war fasziniert von Marathonläufern und deren Leistung.

Das Besondere am Laufen ist:

Mich mental zu stärken, Spaß haben, die Zeit für mich nutzen.

Und speziell am Marathon?

Das vorgegebene Ziel in einer bestimmten Zeit zu erreichen und gemeinsam mit anderen dieselbe Freude am Laufen zu haben. Man begegnet netten, tollen Menschen aller Schichten und Nationalitäten, die sich nicht persönlich kennen, einander aber respektieren. Alle sind gleich.

Sport verbindet …

Sport macht vieles leichter und angenehmer. Neben dem Laufen beschäftige ich mich mit Yoga, was mir noch mehr Kraft und Ausdauer bringt. Für mich eine wichtige Ergänzung und Vorbereitung.

Zielorientierung, Ausdauer  …  beim Marathon wie auch im CAD nützlich, oder?

Vielleicht so ähnlich. Für jede Arbeit braucht man spezifische Kenntnisse. Man muss wissen, worauf es ankommt. Ausbildung oder Studium vermitteln viel, aber nicht alles. Durch die praktische Arbeit kommen immer neue Fähigkeiten hinzu. Regelmäßiges Training ist absolut notwendig, egal was du machst.

Mitarbeiter bei einszueins, Dipl.-Ingenieur (Architektur), Digitalisierung von Plänen ins CADMitarbeiter bei einszueins Alireza Moghimi, Dipl.Ingenieur (Architektur), Digitalisierung von Plänen ins CAD

Übung macht den Meister?

Das sage ich meiner kleinen Tochter immer. Dann lacht sie, aber sie ist ähnlich wie ich, nimmt die Dinge genau. Ich bin von Natur aus sehr gewissenhaft und präzise. Und ich gebe mein Wissen gern weiter, beispielsweise im Kontakt mit den Kunden. Beides passt sehr gut zu meiner Tätigkeit bei einszueins.

Wie bist du dazu gekommen?

Mein Traum war eigentlich ein Studium der Zahnmedizin. Von der Schule her hatte ich alle Voraussetzungen dafür. Aber das Leben läuft manchmal anders als geplant. Äußere Umstände haben mich nach Darmstadt geführt, so kam ich zum Architekturstudium und später zu einszueins. Neben Bearbeitung und Qualitätskontrolle der Pläne gehören zu meinen Aufgaben auch Beratung und Hilfe bei CAD-Problemen, Lösungsfindung und Kommunikation mit den Kunden für viele spezifische Anliegen.

Welche Fähigkeiten sind da gefragt?

Natürlich Fachwissen in Architektur und den dazugehörigen Fachgewerken wie technische Gebäudeausrüstung (TGA), Sanitär, Medizintechnik oder Brandschutz. Bauingenieurswissen gehört dazu. Auch Straßenbau, Statik, Elektrotechnik …

… eigentlich alle Baubranchen.

Ja, da wir bei einszueins alle Arten von Plänen digitalisieren. Ich muss die Zusammenhänge verstehen und anwenden können. Was jede Linie bedeutet, jedes Detail.

Was magst du an deiner Tätigkeit?

Ich arbeite gern selbständig und mag komplexe Aufgaben, in die ich mich hineindenken muss. Fast jeder Architekt kennt das, wenn auf alten Plänen erst einmal nichts stimmt. Mir macht es Freude, wenn ich sehr komplizierte, vielleicht fehlerhafte oder besonders umfangreiche Planstrukturen am Ende verstehen und aufbereiten kann, so dass als Ergebnis alles präzise ist und genau nachvollziehbar.

 Und auf der persönlichen Ebene – was zählt für dich?

Kollegialität, Menschlichkeit, Loyalität. Das muss für mich stimmen, im Sport und am Arbeitsplatz.

Vielen Dank fürs Interview!

 

Foto Barcelona-Marathon (oben) mit freundlicher Unterstützung von Schulz-Sportreisen – vielen Dank!
Beitrag/Text: Angela Sabo, einszueins

 

Menschen bei einszueins, weiterlesen:

 

Architektur ist, wo du bist – heute: Paris & Disneyland

VON GÖTZ SCHNEIDER UND ANGELA SABO

Architektur ist allgegenwärtig. Wir bewegen uns tagtäglich in ihr und um sie herum. Meist beiläufig, ohne sie groß zu beachten. Dabei umgibt uns Architektur ständig, und sie gestaltet unser Tun und Erleben mit. Manchmal lohnt es sich, stehen zu bleiben und hinzuschauen, auch wenn es sich gerade nicht um preisgekrönte Baukunst handelt. Uns macht das ziemlich Freude. Wollen Sie sehen, was uns in letzter Zeit beeindruckt hat? Heute: 50 ausgewählte Architektur-Momente, die wir Ihnen zeigen möchten … PARIS & DISNEYLAND:

1 Ein untypischer Paris-Kurztrip: das Beiläufige entdecken

2 Ausblick aus dem winzigen DG-Zimmer des Hotel Americano

3 Zwischen den Kuppeln von 2016 und dem Turm von 1889 liegen 127 Jahre Baugeschichte

4 Faszinierend: die massive und grazile Struktur des hallenartigen Baus

5 Blick nach oben

6 Abendlicht im Quartier

7 Viele Pariser Fassaden sind verspielt und detailreich wie diese

8 Architektur oder Gemälde? Die Grenzen verschwimmen

9 Gut 42 Jahre alt und immernoch begehrt

10 Der Architekt war 33 beim Bau

11 Rohrpost in die Zukunft

12 Vogelperspektive ...

13 ... die nie langweilig wird

14 Schlange stehen am Aufzug des Eifelturms

15 Ich war hier

16 Ausgestellte Konstruktionsskizzen ...

17 ... erinnern an die klassische Art, Architekturpläne zu zeichnen

18 Nur ein Name

19 Erst durch unsere Wahrnehmung erhält Architektur Bedeutung

20 Einfach grafisch

21 In der Laterne ist die Morgensonne bereits angekommen

22 Eigentlich nichts Besonderes

23 Vierzig U-Bahnminuten später: Kontrastprogramm!

24 Architektur inspiriert von der Geburtsstadt Walt Disneys

25 Disneyland Paris

26 Ist das überhaupt noch Architektur?

27 Tagsüber sind Gäste unterwegs, nachts das 100 Mann starke Gärtnerteam

28 Das Märchenschloss hat blattvergoldete Turmspitzen

29 Befremdlich und schön zugleich ist der Mix aus Disneyfiguren und sakraler Baukunst

30 Buntglasfenster: von Glasermeistern in original-mittelalterlicher Handwerkskunst gefertigt

31 Zeitreise im Disney-Hotel

32 Auf die Details achten!

33 Der Zugang zum Castle Club gelingt ausschließlich über das nostalgische Telefon. Keine Deko, sondern ganz bewusst Teil der Magie

34 Die Main Street nutzt das Prinzip der erzwungenen Perspektive, damit alles größer erscheint

35 Micky-Köpfe verstecken sich in Fliesen, Uhren, Geländern, Türen, Lüftungsöffnungen, auf der Kappe des Duschgels ...

36 In 8 Metern Höhe steigt Dampf aus der Tasse

37 Echte Gaslampen in der Shopping Mall

38 Dieses Bild könnte ebenso gut in einem Dorf vor der Jahrhundertwende aufgenommen sein

39 Neues Dach mit dem Schein alter Patina

40 Der authentische Nachbau verschiedenster Architekturszenen ist beeindruckend

41 Ein Gefühl von Orient

42 Authentische Materialien, Geräusche, Licht ...

43 ... wie auf einem echten Basar

44 Zu nah rangezoomt, doch das Zusammenspiel von Materialien und Farben ist einfach toll

45 Sieht aus wie gemalt

46 Nur wenn man zufällig hoch schaut, sieht man diesen wunderschönen Himmel über dem Karussell

47 Edle Stoffe

48 Immer wieder schön: der Charme einer Handskizze ...

49 ... vor dem CAD-Zeitalter

50 Architektur ist dort, wo du bist

Wir sind gespannt, wo wir das nächste Mal fündig werden.

Ihre Ingenieure für Digitalisierung

1-2-3 Frühlingsausflüge: Museen und Ausstellungen von Architektur bis Welterbe

VON EINSZUEINS

Endlich Frühling! Straßencafés öffnen, man sieht wieder bunte T-Shirts, und die Kollegen erzählen einander begeistert Ausflugspläne. Auch bei unseren Architekten und Ingenieuren kommt Freude auf. Reiselust soll ja ansteckend sein. Wir verraten Ihnen drei Ausflugs-Ideen frisch aus dem einszueins-Team.

1

Im Kröller-Müller-Museum mit Skulpturengarten kommt wirklich alles Schöne zusammen. Kunst, Architektur, Natur. Am stilvollsten zu entdecken auf einem der weißen Leihfahrräder.

Fotos vom Kröller-Müller-Museum, Architektur-Ausflugstipp von einszueins

Zu verdanken ist das herrliche Museum einer engagierten Frau,  die ihre Liebe zur modernen Kunst in einem eigenen Museumshaus mit anderen Menschen teilen wollte. Helene Kröller-Müller hat ihren Lebenstraum verwirklicht und gemeinsam mit ihrem Mann zur Eröffnung im Jahr 1938 eine der größten privaten Kunstsammlungen des 20. Jahrhunderts zusammengetragen. Ihre Nachfolger erweiterten das Museum mehrfach mit neuen Bauten und einem weitläufigen Skulpturengarten mit über 160 Skulpturen bedeutender Künstler. Das am meisten besuchte Museum der Niederlande beherbergt heute u.a. eine der größten Van-Gogh-Sammlungen der Welt. Darüber hinaus sind Spitzenwerke moderner Meister – von Claude Monet, Pablo Picasso bis Piet Mondriaan – zu sehen sowie viel beachtete Sonderausstellungen. Der umgebende Park, in dem auch Wildtiere leben, führt die Besucher durch Wälder, Heide, Grasflächen und Sandlandschaften. Die Leihfahrräder stehen kostenlos zur Verfügung.

Wegweiser: Kröller-Müller Museum in Otterlo (Niederlande), ca. 60 Autominuten von Amsterdam, Info und Öffnungszeiten auf krollermuller.nl/de

2

Bei einem Besuch des Weltkulturerbes Völklinger Hütte geht es tief hinein in dunkle Gänge und hoch hinauf über Gichtbühne und Hochöfen. Eine Industrie-Zeitreise hautnah durch Eisen und Stahl.

Fotos vom Weltkulturerbe Vöklinger Hütte, Architektur-Ausflugstipps von einszueins

Einst wurden auf der Gichtbühne in 27 Metern Höhe Rohstoffe in die Hochöfen gefüllt. Heute ist sie in ihrer ganzen Länge begehbar. Weiter geht es auf die Aussichtsplattform der Hochofengruppe und über das Kohlegleis mit der 20 Meter langen Wendelrutsche in die Gebläsehalle hinein. Maschinen-Kolosse aus Eisen und Stahl haben hier den Wind erzeugt, der früher in die Hochöfen eingeblasen wurde. Mehr als 7000 Meter gut beschilderte Wege führen durch die Völklinger Hütte. Picknickplatz an der Granulieranlage und ein toller Blick über Völklingen vom Dach der Erzhalle inklusive. Als Weltkulturerbe steht die Völklinger Hütte in seiner Bedeutung gleichberechtigt neben den ägyptischen Pyramiden oder der Chinesischen Mauer. Der Rundgang durch einen der spannendsten Orte der Welt dauert zwei bis drei Stunden und ist durch Rampen und Aufzüge in weiten Teilen barrierefrei. Ein Besuch lohnt sich allein schon wegen der wechselnden Großausstellungen auf dem Gelände.

Wegweiser: Weltkulturerbe Völklinger Hütte, Völklingen bei Saarbrücken, Info und Öffnungszeiten auf voelklinger-huette.org

3

Im Arp-Museum kommt festliche Stimmung auf. Vom glamourösen Kulturbahnhof am Rheinufer führt ein rasant ansteigender Tunnel in den luftigen Museumsbau von Richard Meier.

Fotos vom Arp-Museum, ein Architektur-Ausflugstipp von einszueins-digital

Hier heißt es Augen auf! Denn mit jedem Schritt öffnen sich Lichtstimmungen, neue Einblicke und spektakuläre Ausblicke. An kaum einem Ort kommen Arps Arbeiten so gut zur Geltung wie hier. Unten empfängt der traditionsreiche, klassizistisch erbaute Bahnhof Rolandseck die Besucher. Vierzig Meter oberhalb schmiegt sich der lichtdurchflutete Museums-Neubau in die Natur, seit 2007 Heimat der Arp-Sammlung. Auf vier Ebenen sind hier wechselnde Ausstellungen zu sehen. Im Zentrum steht die Avantgarde-Kunst der beiden Namenspatrone Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp. Im Dialog mit deren Werken zeigen Sonderausstellungen Skulpturen, Installationen und Malereien bedeutender zeitgenössischer Künstler. Durch die geschickten architektonischen und künstlerischen Bezüge spannt das Museum einen weiten Bogen von den Zeiten der Rheinromantik bis in die Moderne. Ein Museumskomplex als Gesamtkunstwerk.

Wegweiser: Arp-Museum, Remagen bei Bonn, Info und Öffnungszeiten auf arpmuseum.org

 

Mit Fotos von Ulrike Liebig, Text: Angela Sabo