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Was wird eigentlich noch alles digital? Radfahren mit smarter Technik

VON GÖTZ SCHNEIDER

Ich fahre täglich ins Büro. Normalerweise mit dem Auto. Dann kam mein privater Umzug mit der Familie. Vom Land in die Stadt. Der brachte das Smartbike in mein Leben. Smart-Was?

Ja, Smartbike.

Guten Morgen, Fahrrad!

Aus der Architektur kennt man das vernetzte intelligente Haus. Zugang, Licht, Kühlschrank, Rollläden, Heizung – alles automatisiert, elektronisch gesteuert, per App sogar von unterwegs. Seit der Jahrtausendwende werden mehr und mehr Smart-Home-Technologien geboren und Lebensbereiche zunehmend digitalisiert. Jetzt hat es auch den Drahtesel in der Garage erwischt. Genau das passt in meiner neuen Wohnsituation wie der Sattel auf den Rahmen. Neugierig auf innovative Technologien bin ich zugegebenermaßen auch. Deshalb fahre ich jetzt Smartbike.

Mein neues Fahrrad hat mich schnell erobert. Mit seinem schönen Design, mit hochwertigen Materialien, mit klar gestalteten Funktionen.

Alle Teile am Rad sind minimalistisch mit Liebe zum Detail ausgeführt. Weder Akku, Motor noch Display sind als Technik wirklich erkennbar. Die Strecke zum Büro und zurück würde ich mit einem normalen Rad nicht täglich fahren. Ich kenne meinen inneren Schweinehund. Die Elektro-Unterstützung fegt diesen allerdings dermaßen aus dem Weg, dass ich frustriert bin, wenn ich dann doch einmal das Auto nehmen muss. Welch smarte Wendung.

 

Das Smartbike hat nur zwei Gänge. Gewohnt bin ich 27. Meine persönliche, optimale Trittfrequenz bekomme ich leider nicht hin. Allerdings gibt es am Lenker einen Boost-Button.

Das magische Knöpfchen gibt kräftig Anschub und lässt mich auch das Übersetzungsproblem schnell vergessen. Überhaupt hat der Button Suchtpotential. Klingt nach viel Technik, doch das Bike lässt sich auch ohne Zuschaltung des Motors richtig gut fahren. Bei einem Eigengewicht von 18,5 kg fühlt es sich fast wie mein altes Holland-Rad aus Studienzeiten an. Das finde ich smart.

Das Fahrrad 100% sicher abschließen? Mit einem Kick auf die hintere Nabe – fertig. Der Alarm wird automatisch scharf geschaltet, die Nabe verriegelt mechanisch.

Bewegt ein Fremder das Rad, gibt es laute Warnsignale von sich. Und wenn jemand das Bike trotzdem wegträgt? Dann melde ich das den Bike-Huntern des Herstellers per App. Spätestens nach zwei Wochen bekomme ich mein Rad zurück oder – bei ganz gewieften Dieben – ein neues Rad zugesandt. Bei dem relativ hohen Kaufpreis ein großer Vorteil. Mein Rad wird sich nach 500 Fahrten ins Büro amortisiert haben. Das ist in zwei bis zweieinhalb Jahren. Bis dahin freuen sich Gesundheit und Körper über Bewegung und Draußensein. Für mich sind das smarte Aussichten.

 

Nach fünf Wochen Smartbike freue ich mich immernoch auf jede Tour.

Weil ich mit Leichtigkeit aufs Auto verzichte. Weil ich das flexible Unterwegs-Sein auf einem robusten Rad mit toller Optik genieße. Weil ich es überall schnell abstellen kann, ohne Fummelei mit Schlössern und Fahrradständer. Weil ich weiß, dass mein Bike vollständig vor Diebstahl geschützt ist. Hergestellt wird das Rad von VanMoof, Entwickler einer neuen Generation Citybikes, vernetzt und digital steuerbar über Smartphone, GPS und Internet.

Fazit.

Das ist smart:

  • Licht ist integriert im Oberrohr
  • Boost-Button
  • Automatikgänge
  • Alarmanlage
  • Bike-Hunter Peace of Mind Service
  • Unsichtbares Fahrradschloss
  • Starkes Design mit wenig losen Teilen
  • App-Steuerung simpel und klar

Das ist gut zu wissen:

  • Es ist ein reines City-Bike, am besten fahrbar auf Asphalt und befestigten Wegen
  • Nicht für hügelige Städte geeignet, noch weniger für Downhill
  • Display bei Sonne schwer zu lesen, aber auch nicht notwendig, sobald man sein Rad kennengelernt hat
  • Ohne Handy ist das Licht nicht einschaltbar

Wie auch immer Sie unterwegs sind – ich wünsche smarte Fahrt!

Ihr Götz Schneider

80% unserer Mitarbeiter kommen mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit. Um innovative Rad-Projekte geht es auch in unserem Beitrag Radverkehr und Städtebau.

Wenn die Pläne nicht stimmen: Vermessung fürs CAD

VON EINSZUEINS

Als Elmar Stroh von der IHK Koblenz CAD-Dateien für ein Gebäude bei uns beauftragte, konnten wir auf einige ältere Bestandspläne zurückgreifen. Sie enthielten vage Flächenmaße, Raumbelegungen und Funktionen, teils handschriftlich eingefügt. Diese Informationen waren nicht ausreichend, um daraus aussagekräftige CAD-Pläne zu erstellen. Die notwendigen Maße mussten erst beschafft werden: Stichwort Vermessung.

Wann muss vermessen werden?

Immer dann, wenn keine aktuellen, korrekt aufgestellten, präzisen Bestandspläne eines Objektes vorliegen. Genaue Plangrundlagen sind die Basis jeder Veränderung, Umbaumaßnahme und Planung am Gebäude. Sind die Plangrundlagen ungenau, kann es schwierig werden. Gebäudevermessung ist relevant für Architekten, Ingenieure, Bauherren, Gebäudebewirtschafter. Insbesondere bei der Verwaltung großer Gebäudekomplexe, bei Mietflächen für Gewerbe und Wohnungen und für umfangreiche Gebäudebewirtschaftungs-Systeme (CAFM).

Dank modernster digitaler Technik können heute Gebäude jeder Art, Form und Größe präzise erfasst und vermessen werden. Die Vermessung reicht nach Bedarf von der Kontrolle einzelner unstimmiger Maße bis zum vollständigen Neuaufmaß. Bei dem IHK-Gebäude im Stadtkern von Idar-Oberstein handelte es sich um ein Geschäftshaus, das von der IHK Koblenz als Regionalgeschäftsstelle und Weiterbildungsstätte genutzt wird. Bestandspläne lagen vor, daher wurde im ersten Schritt ein Kontrollaufmaß angesetzt.

Unstimmigkeiten per Kontrollaufmaß abklären

“Kontrollaufmaß bedeutet, bereits vorhandene Pläne werden geprüft und bewertet”, erklärt einszueins-Firmeninhaber Götz Schneider. “Wir führen auf 10% stichprobenartig Messungen durch. Die Messbereiche sind verteilt über alle Geschosse und Flächen. So können wir sehen: Stimmen die vorhandenen Pläne mit den aktuellen Messdaten vor Ort überein? Sind die Pläne vollständig? Sind sie für den gewünschten Zweck brauchbar?” (Abbildung Bestandsplan: IHK Koblenz)

Der praktische Ablauf des Kontrollaufmaßes ist abhängig von der Größe und Struktur des Gebäudes. Er bewegt sich zwischen händischen Kontrollmessungen einzelner Räume über die tachymetrische Messung der Gebäudestruktur bis zur umfangreichen Erfassung mit einem Handscanner. Anschließend werden die gemessenen Daten im CAD ausgewertet. “In geringem Umfang kann dabei ein Neuaufmaß von Änderungen einfließen”, so Götz Schneider. “Bei einszueins dokumentieren wir Unstimmigkeiten, ggf. neue Teil-Aufmaße, zeichnerische Ergänzungen oder Anmerkungen im Text in den vorhandenen CAD-Zeichnungen auf separaten Layern. Zwecks Vergleich setzen wir neue Maßketten neben die bereits vorhandenen Maße und zeigen so Abweichungen auf. Dieses Vorgehen hat sich bewährt.” Beim Projekt der IHK Koblenz wären die Abweichungen zwischen Kontrollaufmaß vor Ort und den vorhandenen Plänen letztlich zu groß gewesen, die Pläne für den Verwendungszweck nicht geeignet. Ein Vollaufmaß des gesamten Gebäudes brachte das gewünschte Ergebnis.

Bestandsaufnahme: Mittels Vollaufmaß komplett neue CAD-Pläne erstellen

“Das Gebäudeaufmaß wurde für uns nötig, da die Daten in ein bestehendes CAFM-System übertragen werden sollen.“, beschreibt Elmar Stroh von der IHK Koblenz den Projektablauf. „Da es keine verlässliche Dokumentation des Gebäudes gab, mussten für die Zukunft verwertbare digitale Daten geschaffen werden, die bei Umbaumaßnahmen wertvolle Informationen liefern können. Die Vermessung lief ohne Probleme.” (Foto: IHK Koblenz)

Bei einem klassischen Gebäudeaufmaß wird das gesamte Gebäude neu ausgemessen und anschließend anhand der Maße in Grundrissen vollständig erfasst. Außderdem werden alle relevanten Schnitte und Fassadenansichten erstellt. Insbesondere wenn Gebäude im Rahmen eines Facility Management-Systems (CAFM) digital verwaltet werden sollen – wie bei der IHK vorgesehen – sind präzise Plangrundlagen von höchster Bedeutung. Sie enthalten schlussendlich nicht nur korrekte Gebäudemaße, sondern viele zusätzliche Daten, mit denen z.B. die Wirtschaftlichkeit eines Gebäudes ermittelt und optimiert werden kann.

Die Vermessung planen

Meist im Team, im sogenannten Messtrupp, geht es mit moderner technischer Ausrüstung direkt ins Gebäude. (Fotos: TRIGIS GeoServices GmbH)

Ob Kontrollaufmaß oder Vollaufmaß – die Messungen selbst führen immer ausgebildete Vermessungstechniker, Vermessungsingenieure oder Geomatiker durch. Im Vorfeld werden ggf. vorhandene Unterlagen wie Bestandspläne, frühere Vermessungen, Karten, Luftaufnahmen hinzugezogen. Besonders wichtig ist die präzise Abstimmung mit Kunden und Nutzern der betreffenden Gebäude. Denn mit der Vermessung muss schließlich jeder einzelne Raum betreten werden. Hier gilt es, die Zugänglichkeit zu sämtlichen Gebäudeteilen und Räumen rechtzeitig anzumelden, Zustimmungen der Grundstückseigentümer einzuholen, Termine mit Mietern zu vereinbaren und vorab zu planen, um einen effektiven Arbeitsablauf zu gewährleisten und vollständige Messdaten zu erhalten.

Vor-Ort -Begehung mit Fachleuten und spezieller Vermessungstechnik

Ganz praktisch beginnt die Vermessung in der Regel mit den Außenmaßen eines Gebäudes. Häufig wird hier moderne UAV-Technik (a.d.Engl.:  unmanned aerial vehicle, unbemannte Luftfahrtechnik) in Form von Drohnen eingesetzt. Es folgt die komplette Begehung sämtlicher Räume. „Der Einsatz der Vermessungsgerätschaften richtet sich nach dem zu fertigenden Produkt und nach der Struktur des Objektes“, beschreibt Marc Orlamünder, Ansprechpartner für Gebäudeaufmaße bei TRIGIS den Arbeitsablauf. „Zum Einsatz kommen Tachymeter, Laserscanner sowie Handscanner. Die Systeme sind gekoppelt mit Laptops oder Tablets. Daten können so vor Ort geprüft und bereits qualifiziert werden.” Beim Messen dürfen keine Fehler passieren, denn jede noch so kleine Abweichung macht die Messung untauglich. Die Spezialisten des Messtrupps müssen sich untereinander genau abstimmen. „Bei uns erfolgt die anschließende Bearbeitung der Messdaten mit Lenovo Workstations und diversen Softwareprodukten und Leica, Trimble und Autodesk-Produkten“, berichtet Herr Orlamünder.

Am Ende zählt das Ergebnis!

 

Mit den neu ausgemessenen Daten werden vorhandene Pläne aktualisiert oder neue CAD-Bestandspläne erstellt. Das IHK-Geschäftshaus in Idar-Oberstein ist nun durch vollständige und aktuelle Plangrundlagen bestmöglich dokumentiert. (Abbildungen CAD-Pläne: einszueins-digital)

Anhand der Vermessungsdaten sind die Grundrisse jetzt präzise ausgearbeitet und enthalten alle relevanten Maße. Es wurden individuelle Kundenspezifikationen in die CAD-Dateien eingearbeitet sowie Schnitte und Ansichten ergänzt. Die fertigen Grundrisse enthalten zusätzlich Raumstempel, die schnell und präzise Auskunft geben u.a. über Raumnummern, Flächenmaße und Nutzungsarten, zu Böden, verwendeten Materialien oder Beleuchtung sowie Brandschutzklassen. Eine gute Grundlage für das CAFM für die nächsten Jahrzehnte. Ebenso gut machbar ist das für kompliziertere und große Gebäudekomplexe wie Krankenhäuser und Kliniken, Schulen, Kirchen und Museen, Industrieanlagen oder eine Shopping-Mall mit organisch geformter Architektur, für schwierigen Baubestand wie denkmalgeschützte Häuser oder schwer zugängliches Gelände.

Für jedes Vorhaben gibt es die passende Vermessungs-Technologie, idealerweise Hand in Hand mit der CAD-Erstellung – für ein Höchstmaß an Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Vermessung und Bestandsaufnahme übernehmen wir für Sie mit. Fragen Sie einfach nach.

Wir wünschen gutes Gelingen bei Ihren Vorhaben!

Ihre Ingenieure für Digitalisierung

Wir sagen herzlichen Dank an Elmar Stroh und Marc Orlamünder für die freundliche Unterstützung bei diesem Beitrag!

 

 

Großformate scannen: So sparen Sie Zeit und Kosten

VON EINSZUEINS

Bereits beim Scannen von Papierplänen kann man viel Zeit und Kosten sparen: mit dem geeigneten Scanner! Moderne Hochleistungsscanner wie der ROWE Scan 650i arbeiten äußerst schnell, intelligent und energiesparend. Das zahlt sich besonders bei Großformaten ab A1 und größer aus. Selbst alte kontrastarme Pläne oder Technikpläne mit kleinsten Details, besonders dicke oder empfindliche Vorlagen ergeben hervorragende Scans. Gefaltete Pläne? Auch kein Problem. Neueste Technologien machen es möglich:

Scannen ohne Schatten:

Nur optimal ausgeleuchtete Originale führen zu einem guten Scanergebnis. Am besten mit zwei speziell abgestimmten Beleuchtungsquellen mit LED-Kaltlichttechnik.

Höchste Auflösung für perfekte Details:

Eine optische Auflösung ab 2400 x 1200 dpi macht kleinste Detail sichtbar und gestochen scharf.

Große Formate:

Scanbreite bis 1,40 Meter. Scanlänge unbegrenzt.

Falten, Wellen, Unebenheiten im Plan verschwinden:

Direkt während des Scanvorgangs werden durch Stitching-Technologie (mehrere Einzelaufnahmen zusammengefasst) sämtliche Unebenheiten, Knicke, Wellen oder Falten in der Vorlage automatisch erfasst und direkt digital ausgeglichen.

Spezielle Scanvorlagen und empfindliche Pläne:

Sensoren ermitteln die genaue Stärke des zu scannenden Originals, und das Scanneroberteil positioniert sich in der richtigen Höhe, gleich beim ersten Scan. Besonders dünne empfindliche Vorlagen werden über spezielle Transportrollen oder mittels Scantaschen sicher eingezogen.

Wertvolle Originiale schonen durch automatische Breitenerkennung:

Die Breite der Vorlage wird während des Scanvorgangs präzise ermittelt. Auch bei beschädigten oder angerissenen Ecken erkennt der Scanner die tatsächliche Breite. Die Originale werden geschont, mehrfaches Einziehen entfällt.

Integrierte Bildverbesserung per Tastendruck:

Einmal einscannen und direkt perfekte, lesbare Scannergebnisse erhalten – auch bei sehr kontrastarmen oder vergilbten Originalen.

Workflow automatisieren:

Funktionen bündeln, automatisieren und abrufen per Tastendruck. Gescannte Dateien automatisch ordnen, sortieren uvm.

Ganze Papierplanarchive lassen sich mit modernen Hochleistungsscanner digital erfassen und archivieren. Auch Scan-Großaufträge mit vielen Tausend Plänen sind realisierbar. Haben Sie Fragen zum Thema Scannen? Wir stehen Ihnen gern mit unserer Erfahrung zur Seite. Oder ganz praktisch mit unserem Scan-Service.

Acht Tipps für eine optimale Layerstruktur

VON EINSZUEINS

Gut 90 % der Ingenieurbüros und Ämter arbeiten mittlerweile mit spezifischen Layerstrukturen, die an eigene Bedürfnisse und Verwendungszwecke angepasst sind. Damit lassen sich CAD-Zeichnungen nicht nur leichter bearbeiten – sie sind auch wesentlich übersichtlicher und sparen damit Zeit und Kosten im Arbeitsablauf. Folgende acht Tipps helfen Ihnen dabei, die optimale Layerstruktur für Ihre CAD-Pläne zu erstellen:

 

1. Verschaffen Sie sich einen Überblick!

Welche Mitarbeiter Ihres Büros arbeiten mit CAD? Genau diese Mitarbeiter sind wertvolle Ratgeber, denn sie wissen am besten, was gebraucht wird. Holen Sie ihren Rat ein und fassen Sie die wichtigsten Details zusammen. So erhalten Sie am Ende eine Layerstruktur, die jede Abteilung sinnvoll nutzen kann.

2. Formulieren Sie ein konkretes Ziel und konzentrieren Sie sich auf die Basics!

In CAD-Zeichnungen können beliebig viele Informationen eingebaut werden. Sie benötigen aber nur die, die für Ihre Ziele relevant sind – das sind Ihre Basic-Layer. Denken Sie daran: Für die Planung von Wohngebäuden sind andere Aspekte wichtig als für den Tiefbau. Definieren Sie Ihr Fachgebiet also so konkret wie möglich – die für Ihre Zielanwendung relevanten Layer bilden das Gerüst für die gesamte Layerstruktur.

3. Einfacher ist besser

Lassen Sie Ihre Kollegen oder Mitarbeite notieren, welche Layer sie am häufigsten verwenden würden. Die Struktur muss für jeden klar verständlich sein und ist im besten Falle selbsterklärend. So komplex wie nötig und so einfach wie möglich.

4. Wählen Sie prägnante Layer-Namen

Überlegen Sie sich Layerbenennungen, aus denen die Bedeutung nachvollziehbar hervorgeht, zum Beispiel „A_WAND_24“. Das ist kurz, prägnant und übersichtlich. Das A steht hier für Architektur, Wand steht für Wand und 24 für die Wanddicke. Beachten Sie dabei: Je differenzierter der Layername, desto umfangreicher die Layer-Struktur. Fragen Sie sich also unbedingt im Vorfeld, wieviel Differenzierung für Ihre Zwecke notwendig ist.

5. Ordnen Sie den Layern Farben und Strichstärken zu

Wichtig für die Unterscheidbarkeit der Objekte sind unterscheidbare Layerfarben und Strichstärken. Welche Elemente sind hier für Sie von größter Bedeutung? Im Bereich des Rückbaus ist es z.B. hilfreich, die rückzubauenden Elemente vom Bestand farblich eindeutig abzuheben.

6. Prüfen Sie Ihre Layerstruktur in der Praxis

In der Praxis zeigt sich, was die gewählte Layerstruktur taugt. Sind die gewählten Optionen funktional, übersichtlich, einfach zu handhaben? Wo muss nachgebessert werden? Pflegen Sie weitere Layer hinzu, wenn sich diese als hilfreich erweisen.

7. Entwickeln Sie Ihre Layerstruktur stetig weiter

Je länger Sie mit Ihrer eigenen Layerstruktur arbeiten, desto mehr Mitarbeiter beschäftigen sich damit. Komplexere Aufgaben verlangen ggf. gut überlegte Anpassungen. Bestimmen Sie einen Mitarbeiter, der die Verantwortung für die Pflege der Layerstruktur übernimmt und sie in enger Abstimmung mit den Anwendern und Projekten weiterentwickelt.

8. Kommunizieren Sie, dass sie mit einer eigenen Layerstruktur arbeiten

Informieren Sie andere Büros oder Dienstleister direkt bei Kontaktaufnahme, dass Sie mit Ihrer eigenen Layerstruktur arbeiten. Erstellen Sie eine Liste der Vorgaben, die als Arbeitsgrundlage dient. So sind beste Ergebnisse garantiert, wenn Sie CAD-Zeichnungen weitergeben.

100% präzise CAD-Dateien erstellen: Warum es mit Software alleine nicht klappt

VON EINSZUEINS

Die Vorteile digitaler Pläne liegen auf der Hand: Digitale Pläne nehmen keinen Platz weg, können weitaus mehr Informationen enthalten als Papierpläne, und sie lassen sich unbegrenzt vervielfältigen. Man kann sie während baulicher Veränderungen auf dem neuesten Stand halten, sie können systematisch abgespeichert werden und sind so jederzeit auffindbar. Welche Möglichkeiten gibt es, Papierpläne in CAD zu vektorisieren und was taugen diese?

CAD-Pläne per Software erstellen

Häufig wird sie in Copy-Shops angeboten, die reine Software-Vektorisierung. Das heißt, Pläne werden mittels einer Software vollautomatisch ins CAD übertragen. Der Vorteil: Das geht schnell und einfach und kostet nicht viel. Nachteile: Die Übertragung erfolgt inklusive aller Fehler und ohne Kontrolle der Dateien. Die Darstellung ist häufig unsauber oder bruchstückhaft, Texte sind nicht editierbar, Maße und Beschriftungen im Plan können nicht angepasst werden. Häufig muss nachbearbeitet werden. Die Dateien lassen nur eingeschränkte Weiterbearbeitung mit CAD-Programmen zu.

CAD-Pläne von Hand selbst zeichnen

Architekten, Bauzeichner und andere Baufachleute können Pläne direkt im CAD zeichnen. Vorteile: Als Fachmann oder Fachfrau hat man die Planerstellung komplett selbst in der Hand und kann bis ins Detail fehlerfrei arbeiten. Nachteil: In der Regel bedeutet das teure und langwierige Handarbeit. Wenn große Planbestände oder ganze Archive mit vielen hunderten Plänen vektorisiert werden sollen, ist ein solcher Aufwand zeitlich und wirtschaftlich kaum machbar.

CAD-Pläne durch Präzisions-Vektorisierung

Die Vektorisierung mit einer speziellen CAD-Verfahrenstechnik durch ein Ingenieurbüro ist derzeit die präziseste und effektivste Methode der digitalen Planerstellung und Archivierung. Selbst schwierige Planvorlagen können verlustfrei in ein CAD-Format gebracht werden. Das spart aufwendiges Nacharbeiten und damit Zeit und Kosten. Zudem lassen sie die digitalen Pläne exakt an den individuellen Bedarf und spezielle Vorgaben des jeweiligen Bau- oder Planungsprojektes anpassen. In unserer eigens entwickelten Verfahrenstechnik verbinden wir bei einszueins die softwaregestützte Vektorisierung von Plänen mit der Bearbeitung und Kontrolle durch qualifiziertes Fachpersonal. Seit Firmengründung arbeiten hier ausgebildete Ingenieure, Architekten und Bauzeichner, die jeden Plan per Hand und Sicht prüfen und optimieren.

Papierplan Gebäudetechnik in CAD vektorisiert

Vorteile der Präszisions-Vektorisierung

  • Maßhaltigkeit, Editierbarkeit, intelligente Layerstruktur
  • geringe Kosten und schnelle Bearbeitung
  • Einbinden spezifischer Vorgaben ist möglich: z.B. eine eigene firmeninterne Layerstruktur, neue Planköpfe oder das firmeneigene Logo
  • individuelle Abstimmung, ob nur Teilelemente des Originalplans vektorisiert werden (hilfreich bspw. bei Anbauten, Rückbau, Haustechnik, Möbeln etc.) oder alle Informationen des Planes
  • Zusammenfügen von einzelnen Plänen zu einer einheitlichen Datei, z.B. das Zusammenführen einzelner Bauabschnitte zu einem vollständigen Plan
  • Kontrolle und Korrektur durch Architekten und Ingenieure, z.B. Schreibfehler, Plausibilitätsprüfung der Maßketten, einzelne Linien mit Layerinformationen füllen
  • Unstimmigkeiten werden erkannt und gekennzeichnet
  • frei wählbare Dateiformate für die Ausgabe, z.B. AutoCAD, Nemetschek Allplan, Vectorworks, MicroStation – je nach Software, mit der die weitere Bearbeitung oder Einbindung erfolgen soll
  • problemlose Weiterbearbeitung in sämtlichen gängigen CAD-Programmen

Kulturgut und Vektorisierung – Die Hochburg Emmendingen

VON EINSZUEINS

Die Hochburg Emmendingen ist ein echter “Lieblingsplatz”. Manch einer erlebte dort als Kind fantastische Abenteuer. Seit 1974 wird an der zweitgrößten Burganlage Badens gebaut – gegen die Zeit, gegen den Verfall. Der Erhalt der riesigen Anlage kostet viel Mühe, aber er lohnt sich. Wir finden das richtig klasse.

Als “magische Burg“ wird sie beschrieben, die zweitgrößte Burganlage Badens nach dem Heidelberger Schloss. Sie ist nur eine Ruine, doch ein überaus beliebtes Ausflugsziel. Naturliebhaber schätzen den genialen Ausblick, Familien die weitläufige Anlage, auf der es viel zu entdecken gibt. Dazu lockt die interessante Umgebung mit Biohof, Gänsen und Bio-Milch aus dem Automaten.

Die Kerngebäude der einst riesigen Verteidigungsanlage sind gut erhalten – trotz bewegter Geschichte mit Eroberungen und Zerstörung. Um 1161 erstmals urkundlich erwähnt, begann die große Zeit der Hochburg Emmendingen im 17. Jahrhundert, als sie zur renaissancezeitlichen Schloss- und Festungsanlage umgebaut und von Markgraf Georg Friedrich von Baden um sieben Bastionen erweitert wurde.

Es folgten Kriege, Wiederaufbau, Brände und Folgekriege, bis es 1689 zur endgültigen Zerstörung kam, unter anderem durch Sprengung aller noch bewohnbaren Gebäude und der verbliebenen Bastionen. Danach blieb die Hochburg Ruine. Seit 1971 kümmert sich der Verein zur Erhaltung der Ruine Hochburg e.V. um die Anlage. Heute ist sie für Besichtigungen wieder geöffnet. Sie zählt zu den landeseigenen Monumenten und wird durch die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Würtemberg und den Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Würtemberg betreut.

Möglich ist die Erhaltung einer solchen Anlage nur mit viel Initiative. Am Anfang stand die Freilegung des ausgedehnten Ruinengeländes von Bewuchs und Schutt. Seither wird kontinuierlich gebaut. Immer wieder sind Bereiche der Burganlage für die Besichtigung gesperrt. Aktuell stehen Substanzerhalt und Verkehrssicherung im Vordergrund. Dafür braucht es solide Plangrundlagen. Bei einem Gebäude mit jahrhundertelanger Geschichte sind diese meist lückenhaft. Der Lageplan zeigt die zahlreichen Details der ehemaligen Festung.

37 Vorlagen standen einszueins für die aktuelle Umsetzung ins CAD zur Verfügung: aus verschiedenen Zeiten, zumeist handgezeichnet und ohne Maße, dafür mit vielen handschriftlichen Anmerkungen. „Manches war nicht lesbar, nicht eindeutig gezeichnet, nicht beschriftet. Ob es sich beispielsweise um eine Wand oder eine Öffnung handelt, lies sich nicht eindeutig ablesen“, beschreibt CAD-Mitarbeiterin Simone Laufkötter die Arbeit. „Hier vektorisieren wir alles eins zu eins. Unklare Details werden mit anderen Plänen abgeglichen und, sofern möglich, von unseren Ingenieuren fachspezifisch-logisch interpretiert. Wo das nicht geht, markieren wir die Unstimmigkeiten.” Spannend war, dass die Pläne selbst ein Stück Baugeschichte erzählen. Besonders deutlich wird das an den Schießständen, einmal im Zustand um 1450 (hier links der Original-Papierplan) und dann um ca. 1580 (vektorisiert in CAD).

Die Ausdehnung der heutigen Anlage und ihre noch vorhandenen Gebäude mit aufschlussreichen Baudetails lassen die Glanzzeiten der Festung im 17. Jahrhundert immernoch erahnen. Für historische Fundstücke wurde inzwischen ein Museum eingerichtet. Es finden Feste und mittelalterliche Märkte statt. Dank des stetigen Engagements für die Erhaltung und Pflege der Burganlage ist aus der zugewachsenen Ruine heute das weithin bekannte, liebevoll restaurierte Naherholungsgebiet Hochburg geworden. Eine tolle Leistung, die vielen Menschen Freude macht.

Raumbücher: Verwendung, Aufbau, Vorteile

VON EINSZUEINS

In einem Raumbuch werden die zeichnerischen Grundlagen (Pläne) eines Gebäudes mit einer zusätzlichen Baubeschreibung klarer definiert. Detaillierte Rauminformationen helfen, Missverständnisse in der Planung und Verwaltung zu vermeiden. In der Vergangenheit waren Raumbücher tatsächlich haptische Bücher mit einer Seite pro Raum. Heute bestehen sie aus komplexen Datenbanken. Darin werden die einzelnen Räume mit ihren allgemeinen Merkmalen, Abmessungen und vorgesehenen Nutzungen erfasst.

Je komplexer ein Gebäude ist, desto detaillierter und gehaltvoller ist das Raumbuch. Zu einem Raumbuch gehören neben einer Identifikationsmöglichkeit (Raumnummer) auch Angaben zur Lokalisierung des Raumes (Standort, Gebäude, Geschoss), zur vorgesehenen Nutzung, zur Ausstattung (Anschlüsse, Einbauten, Geräte), Angaben zu Gestaltungsmerkmalen (Materialien), Abmessungen (Grundfläche, Umfang) sowie Reinigungs- und Glasflächen des Raumes.

Raumbücher und ihre Verwendung

Raumbücher begleiten ein Gebäude von der Planung über die Realisierung bis hin zur späteren Nutzung und Verwaltung. Je nach Gebäudestatus sind unterschiedliche Daten und ein zweckorientierter Detaillierungsgrad von Bedeutung. Raumbücher lassen sich in drei Kategorien einteilen.

1. Das planungsbegleitende Raumbuch (Entwurf): Ein planungsbegleitendes Raumbuch ist ein hilfreiches Instrument für die Arbeit des Architekten. Hierdurch lässt sich der Raumbedarf eines Gebäudes im Vorfeld schnellstmöglich und strukturiert ermitteln. Planungsbegleitende Raumbücher enthalten als Pflichtenheft des Bauherrn die Nutzungsanforderungen. Für die Erstellung des Raumprogrammes sind in erster Linie Flächen und Funktionsbeziehungen von Interesse. Darüber hinaus liefert ein planungsbegleitendes Raumbuch Informationen für eine erste Kostenschätzung.

2. Das baubegleitende Raumbuch (Ausführungsplanung): In der Bauphase sind alle Details zur technischen Gebäudeausrüstung von großem Interesse. Mengen und Kosten liefern die Grundlage für die Ausschreibung und die Erstellung von Leistungsverzeichnisse. Das baubegleitende Raumbuch unterstützt die Organisation und Terminplanung der unterschiedlichen Gewerke. Es dient als Kontrollinstrument bei der Bauausführung und als Checkliste für Abnahmeprüfungen.

3. Das Nutzungs- oder Bestandsraumbuch: Das Bestandsraumbuch liefert die Basis für den Aufbau eines Facility- und Change Managements. Es dient einerseits als Grundlage für die Wartung, Pflege und Instandhaltung der Bausubstanz sowie zur Vorbereitung und Durchführung von

Der Aufbau von Raumbüchern

Manuelle Raumbücher: Bei der manuellen Erstellung von Raumbüchern werden die Räume aus den Grundrissplänen heraus manuell in einer Excel-Tabelle erfasst und zusätzliche Daten eingepflegt. Das Raumbuch ist eine eigene Datenstruktur, parallel zu den Plänen. Es bietet sich bei kleineren, wenig komplexen Bauvorhaben an. Bei größeren Bauvorhaben überwiegen sehr schnell die Nachteile. Diese bestehen hauptsächlich in einer fehlerhaften Datenerfassung. Daten werden falsch eingegeben oder Räume vertauscht, Eigenschaften unvollständig zugeordnet. Darüber hinaus liegen die Daten zwei Mal vor. Die parallele Führung von Zeichnung und Liste schafft doppelte Arbeit und erfordert große Disziplin. Werden Änderungen nicht konsequent verfolgt, weisen die Daten sehr schnell Unstimmigkeiten auf.

Raumbücher als Datenbank (CAFM-Software): Bei umfangreichen Gebäudebeständen bietet sich die Verwendung von CAFM (Raumpolygone werden automatisch in FM-Räume umgewandelt, Blöcke mit Attributen übernommen. Die CAFM-Software ermöglicht die automatische Auswertung von Raumflächen, Raumumfang, Blöcken und Bauteilen. In einer Datenbank lassen sich Raumgruppen leichter erfassen und organisieren. Funktionen wie Suchen, Auswählen und Bearbeiten erleichtern die Handhabung.Es können Reports erstellt und in Form von Excel, Word oder PDF ausgegeben werden. In guten CAFM-Lösungen werden vielfältige Prozesse des Facility Management grafisch unterstützt. Räume in Gebäuden werden geometrisch exakt repräsentiert, so dass z. B. nicht nur die Größe der jeweiligen Grundfläche, sondern auch deren Form rechnerintern vorliegt und z.B. in einem Geschossplan grafisch dargestellt werden kann. Einen zusätzlichen Vorteil bietet CAFM-Software mit bidirektionaler CAD-Schnittstelle zwischen Raumbuch und CAD-Zeichnung. Der automatische Datenbankabgleich in zwei Richtungen macht eine doppelte Datenpflege überflüssig. Grundrisspläne und Raumbücher werden synchronisiert und bleiben somit stimmig.

Das Web-basierte digitale Raumbuch: Ein planungsbegleitendes Online-Raumbuch bietet die Möglichkeit des interdisziplinären Arbeitens. Die Datenerfassung erfolgt ortsübergreifend durch alle an der Planung und am Projekt beteiligten Fachleute. Das Raumbuch kann also mit allen Beteiligten abgestimmt werden. Ob Bauherr, Architekt, ausführende Firma oder Immobilienmanagement, jeder kann sich die benötigten Informationen an einer Schnittstelle darstellen lassen.

Voraussetzungen an die CAD-Zeichnung als Grundlage für Raumbücher

Wichtig für eine optimale Nutzung einer CAFM-Software ist eine sehr gute CAD-Zeichengrundlage. Eine saubere Zeichenstruktur ist Voraussetzung für die Datenextraktion aus den CAD-Programmen in eine CAFM-Software. Die Anforderungen an die Detailtiefe der grafischen Daten steigen mit den zunehmenden Optionen der CAFM-Software. Das Flächenmanagement erfordert geschlossene Polygone, für Ausstattungs- und technische Objekte sind Attribute zu definieren, Raumstempel sind als Blöcke zu erstellen. Dies erfordert neben einer leistungsfähigen CAD-Software ein umfangreiches Knowhow aller CAD-Bearbeiter.

Raumbuch – ja oder nein?

Die größte Herausforderung für eine nachhaltige Verwendung von Raumbüchern und CAFM-Software ist die stetige Fortschreibung und Aktualisierung des Gebäudebestandes. Sobald die Pflege der Raumbücher nach Umplanungen und Veränderungen ausbleibt, ist ein korrektes Management nicht mehr möglich. Bevor man sich für eine Lösung entscheidet, sollte in jedem Fall hinterfragt werden, ob der Arbeitsaufwand bei hoher Detailierung angemessen zum Ergebnis ist.

Lieblingsbuch und weltweiter Trend: Leerstehende Gebäude clever umgestalten

VON EINSZUEINS, SARA ABDELAAL

Unsere Mitarbeiterin Sara hat in Kairo Architektur studiert und beendet in Darmstadt gerade ihre Doktorarbeit im Bereich Städtebau. Besonders inspiriert hat sie das Buch Reuse, Redevelop and Design. How the Dutch Deal with Heritage. Hier kommt ihre Empfehlung:

Das Buch zeigt einen weltweiten Trend, der auch für Deutschland hochaktuell ist. Es präsentiert 20 Projekte, bei denen die Umgestaltung und Weiternutzung leerstehender Räume und Gebäude im Vordergrund steht. Die kreative Art und Weise, mit der insbesondere niederländische Architekturbüros mit traditionellen Bauformen umgehen, bringt oft überraschende Kombinationen hervor: eine Schule oder ein Gemeindezentrum in einem Fabrikkomplex, ein Geschäft in einer Kirche, ein Erholungsgebiet in einer Militärzone.

Das Buch erzählt auch die Geschichten hinter dem Erfolg der umgestalteten Räume und beleuchtet dabei die Bereiche Kulturpolitik, öffentlich-private Partnerschaften, Finanzierung und Design. Deutlich wird dabei auch die Rolle von Digitalisierungsarbeiten alter Pläne und Umbaupläne als erste technische Schritte und Grundlagenbeschaffung für innovative Nutzungsideen und Redesigns.

Wir bei einszueins waren davon begeistert.

Reuse, Redevelop and Design.
How the Dutch Deal with Heritage
Text by Paul Meurs, Marinke Steenhuis.
Contributions by Jean-Paul Corten, Frank Strolenberg,
Sander Gelinck, Lara Voerman
Verlag: Nai010 Publishers, 2017
ISBN-13: 978-9462083585

 

 

 

 

 

HOPPLA – Kennen Sie diese AutoCAD-Befehle?

VON EINSZUEINS

Hier einige interessante Befehle im Überblick. Welche nutzen Sie am häufigsten? Kennen Sie weitere praktische Befehle? Gern ergänzen wir die Liste nach und nach.

LAYLÖSCH
Layer können im AutoCad gelöscht werden, wenn sie keine Objekte enthalten bzw. keine Objekte, die auf diesen Layer verweisen. Dies betrifft auch enthalten Blöcke. Auch wenn keine dieser Elemente in der Zeichnung mehr enthalten sind, wird der Layer nicht gelöscht. Dies liegt an den Blockdefinitionen, die in der Zeichnung verbleiben und erst verschwinden, wenn alle Blöcke und deren Definitionen gelöscht werden. Um dennoch Layer löschen zu können, ist es möglich den Befehl „LAYLÖSCH“ in die Befehlzeile einzugeben. Aber VORSICHT, dieser Befehl ist nicht rückgängig zu machen, sobald die Zeichnung bereinigt und geschlossen wurde. Sie sollten daher vorher genau prüfen, ob sich tatsächlich keine Zeichenelemente auf Ihrem Layer befinden.

HOPPLA
Aus Versehen gelöschte Objekte können mithilfe dieses Befehls wiederhergestellt werden. Dieser Befehl kann auch nach „BLOCK“ oder „WBLOCK“ verwendet werden, da mit diesen Befehlen die ausgewählten Objekte nach der Erstellung eines Blocks gelöscht werden können. Wurden jedoch Objekte eines Layers mit dem Befehl „BEREINIG“ gelöscht, so lassen sich diese nicht wiederherstellen.

SYSVARÜBERW
Mit diesem Befehl lassen sich Systemvariablen einer Zeichnung überwachen. Diese Variablen sind voreingestellt, können aber nach Bedarf geändert werden. So werden beispielsweise Schraffuren oder breite Polylinien ausgefüllt wenn die Variable des Befehls „FILLMOD“ auf 1 steht. Bei einer 0 erscheinen Schraffuren nicht, auch wenn alle Layer eingeblendet sind. Lässt man sich das Dialogfeld „Systemvariablen überwachen“ durch den o.g. Befehl anzeigen, können diese Werte überprüft und nach Bedarf geändert werden. Als zusätzliche Option kann man sich informieren lassen, sofern die zuvor definierten Settings geändert wurden.

REVWOLKE
Mit einer Revisionswolke können Zeichnungsteile markiert werden, die korrigiert bzw. geprüft oder bearbeitet werden sollen. Durch die besondere Form der Wolke (Reihe von sequentiellen Bögen) wird deutlich, dass diese Elemente keine Bestandteile der Zeichnung sind. Bei Verwendung einer Revisionswolke wird im Architecture ein separater zugehöriger Layer hierfür automatisch generiert.

AUFRÄUM
Im Blockeditor können über den Befehl „AUFRÄUM“ doppelte Objekte oder überlappende Linien entfernt werden. Liegen beispielsweise zwei Linien übereinander können Sie über die Befehlseingabe, die zweite Linie löschen oder anderweitig verwenden. So können Sie unnötige Daten aus Zeichnungen löschen.

VERBINDEN
Mit dem Befehl „VERBINDEN“ können mehrere begrenzte lineare und offen gekrümmte Objekte zusammengefügt werden. Dies geschieht an ihren gemeinsamen Endpunkten, sodass ein einzelnes Objekt entsteht. Der Typ dieses Objekts ist dann beispielsweise abhängig davon, ob die Objekte koplanar sind oder von welchem Typ die ausgewählten Objekte sind. Nicht verbunden werden können jedoch Strahlen, geschlossene Objekte und Konstruktionslinien.

BERWECHS
Mit diesem Befehl können ausgewählte Objekte in einem Layout zwischen dem Papier- und dem Modellbereich übertragen werden. Dies ist in beide Richtungen möglich und die verschobenen Objekte werden außerdem im neuen Bereich automatisch skaliert.

ALLESCHLIESSEN
Der Befehl „ALLESCHLIESSEN“ schließt alle aktuell geöffneten Zeichnungen. Wurde eine Zeichnung nicht gespeichert, so wird ein Dialogfeld angezeigt, mit dem die Änderungen in der Zeichnung zuvor noch gespeichert werden können. Anders als der Befehl „QUIT“ wird AutoCAD nicht beendet, sondern nur zum Start zurückgekehrt. Dennoch ist Vorsicht geboten, um sicher zu stellen, dass Änderungen wie gewünscht in der jeweiligen Zeichnung gespeichert oder verworfen werden.

VORANSICHT
Dieser Befehl zeigt die Plot-Voransicht einer Zeichnung an. Diese basiert auf der aktuellen Plotkonfiguration, welche durch die Einstellungen im Feld Seiteneinrichtung oder Plotten definiert wird. Durch diesen Befehl wird der Cursor außerdem zu einer Lupe mit Plus- und Minuszeichen. Wird die Auswahltaste gedrückt gehalten und der Cursor gleichzeitig an den oberen Bildschirmrand gezogen, so wird die Voransicht vergrößert. Eine Bewegung zum unteren Bildschirmrand verkleinert sie hingegen.

Die Befehle stehen je nach AutoCad-Version zur Verfügung.

Firmenporträt: Vom CAD-Pionier zum Marktführer für Digitalisierung und Vektorisierung gezeichneter Pläne

VON ANGELA SABO

Alle großen Erfindungen gründen auf zwei Dingen: Entweder man hat eine einzigartige Idee oder man löst ein Problem. Am besten das eigene. Noch besser, wenn die eigene Problemlösung eine gesamte Branche betrifft und bis zu 75% Arbeitszeit und Kosten spart. So war das bei Firmengründer Götz Schneider:

Alles begann 1988 in der Ausbildung zum Flugzeugmechaniker. Götz Schneider zeichnete mit Freude technische Baupläne. Vier Jahre später entwarf er als begeisterter Architekturstudent komplexe Gebäude. Für ihn ist jeder gezeichnete Plan einzigartig: Denn er enthält alle Details, um die Ideen des Architekten real werden zu lassen.

Um sein Studium zu finanzieren, arbeitete Götz Schneider in einem großen Architekturbüro und wurde mit der Erstellung digitaler Baupläne beauftragt. Die Digitalisierung steckte in den Kinderschuhen. Papierpläne wurden umständlich und zeitraubend per Hand digital nachgezeichnet bzw. „eingegeben“.

Schnell erkannte Götz Schneider, dass das Digitalisieren immer wieder identische Abläufe erforderte. Nervige Kleinarbeit. Demotivierend und absolut unwirtschaftlich. Hinzu kam der Zeitdruck vom Auftraggeber. Die manuelle Neukonstruktion im CAD dauerte einfach zu lange. 16-Stunden-Tage und Unzufriedenheit waren die Folge. Bei Götz Schneider – und bei den Kollegen. Oft war der Frust so groß, dass jegliche Leidenschaft am Zeichnen verloren ging.

Geht das nicht einfacher, schneller, effizienter? Wie spare ich Zeit und Kosten und schaffe Freiraum für Gestaltung und Planung? Wie machen Pläne wieder Freude? Diese Fragen beschäftigten den jungen Studenten und sorgten für schlaflose Nächte.

 

Ein Bett, zwei Rechner und die zündende Idee

Firmenporträt WG Zimmer Büro„Für mich ist ein digitalisierter Plan mehr als nur eine Kopie des Originals.“ Mit dieser Überzeugung suchte Götz Schneider nach einer Lösung, die langwierige Prozesse automatisieren und beschleunigen würde. Zugunsten von mehr Zeit und Kreativität. Er fragte sich: Wie schaffe ich es, massenhaft alte Papierpläne effizient ins CAD zu übertragen, übersichtlich zu verwalten und so verständlich zu strukturieren, dass sie direkt weiterverwendet werden können?

Das war 1999. Eine neue Kopierergeneration eroberte die Büros. Eine Kopie wurde erst gescannt, bevor sie dupliziert wurde. Inspiriert von dieser Technologie hatte Götz Schneider die entscheidende Idee: die Software-unterstützte Digitalisierung von Papierplänen.

Plötzlich war die Leidenschaft wieder da. Götz Schneider wusste, worauf es beim digitalen Nachzeichnen mit Unterstützung einer CAD-Software ankam: auf absolute Maßhaltigkeit gepaart mit dem Herzblut eines Architekten und der Fähigkeit, hochkomplexe Darstellungen verständlich wiederzugeben.

Was wäre, wenn der digitalisierter Plan mehr als schwarze Linien samt Schraffuren zeigt? Was wäre, wenn er in mehreren Ebenen mit unterschiedlichen Farben dargestellt ist? In übersichtlichen Layern, die jedes Detail, jede kleinste Bezeichnung logisch und nachvollziehbar als Vektorzeichnung wiedergeben. So eindeutig, dass der Architekt sofort in die Details eintauchen und der Bauherr sie direkt umsetzen kann.

 

Eine Innovation, die 75% Zeit und Kosten spart

Hochmotiviert machte sich Götz Schneider ans Werk. In seinem kleinen WG-Zimmer entwickelte er eine eigene Verfahrenstechnik für die digitale Wiedergabe papiergebundener Pläne aller Art. Ein Meilenstein in der Branche. Der angehende Architekt wurde damit zum CAD-Pionier: einszueins war gegründet. Als der erste Kunde einen Termin bei einszueins wünschte, richtete der junge Geschäftsführer kurzerhand Technik samt  Mitarbeiter-Dummies in einem befreundeten Büro her.

„Architekturbüros waren die ersten, die uns unterstützt haben. Sie erkannten nicht nur die enorme Kosten- und Zeiteinsparung von bis zu 75%, sondern sie waren beeindruckt davon, dass die vektorisierten Pläne in ihrer Sprache waren. In der Sprache eines Architekten. Dass wir Lücken ergänzen konnten, die durch Vergilbungen oder Papierrisse entstanden sind. Dass das digitalisierte Ergebnis besser war als das Original.“

So arbeitet einszueins bis heute. Herr Schneider und sein Team ausgebildeter Ingenieure, Architekten und Bauzeichner sind selbst vom Fach. Deshalb schaffen sie es, auch Unstimmigkeiten aufzuzeigen. „Wir machen eine Plausibilitätsprüfung. Es kann immer vorkommen, dass eine Maßangabe nicht stimmig ist, ein Winkel dadurch unlogisch wird. Das bemerken, kontrollieren und markieren wir. Nach Rücksprache mit dem Kunden sind solche Unstimmigkeiten schnell korrigiert.“ Nachbearbeitungen, die Kosten erhöhen und das Einhalten von Terminen gefährden, entfallen. Besonders für öffentliche Institutionen wie Krankenhäuser und Kliniken ist das wichtig. CAD-Pläne von einszueins lassen sich sofort weiterverwenden. Häufig sprechen Auftraggeber von Magie, wenn sie die fertigen Pläne – übersichtlich, einheitlich, bis ins Detail strukturiert – zum ersten Mal sehen.

 

Architekten, Ingenieure und der größte Scanner der Welt

Firmenporträt einszueins BürohausInzwischen sind digitale Pläne Standard, und die einstigen “CAD-Pioniere” ganz vorn im Bereich Digitalisierung. Seit mehr als 15 Jahren profitiert Götz Schneider von seinem Erfindergeist und seiner Tatkraft. Er führt sein Unternehmen nach den Prinzipien der Integrität, Qualität und stetiger Innovation. So steht im Darmstädter Büro z.B. der größte Scanner der Welt, mit dem sich selbst meterlange Papierpläne, wie beim Vektorisieren des „Andreas-Graben“ für das Bundes-Schifffahrtsamt, nachhaltig archivieren und digital weiterverwenden lassen.

Heute arbeitet einszueins europaweit mit über 4000 Kunden und beschäftigt 18 Mitarbeiter in eigenen Räumlichkeiten in Darmstadt und Winterthur/Schweiz. Das Firmen-Team kennt aus eigener Erfahrung die Erleichterung, wenn die Kunden ihre Zeit besser für wichtige Gestaltungs- oder Planungsaufgaben einsetzen können. Dass bei einszueins alle vom Fach sind und die geltenden deutschen Baugesetze und Normen beherrschen, gibt den Kunden Sicherheit.

„Wir fragen unsere Kunden: Hey, was ist dein Problem? Wir machen dir deinen individuellen, maßgeschneiderten digitalen Plan. In der Verfahrenstechnik von Papier zu CAD sind wir top. Sogar Zeichenbüros kommen zu uns und nehmen unsere Leistung in Anspruch. Wenn wir toll gezeichnete alte Pläne bekommen, sind wir stolz, diese wertvollen Dokumente digitalisieren zu dürfen. Manchmal reichen wir sie im Büro herum. Aus Freude an dieser für uns lebendigen Handwerkskunst.“

 

Unternehmenskultur auf Augenhöhe

Firmenporträt einszueins Unternehmen Architekten Kommunikation

Die Philosophie des Unternehmens spiegelt sich in der Leidenschaft für die Arbeit wider. Götz Schneider ist überzeugt: „Wenn ich jemandem auf Augenhöhe sage: Ich vertraue dir. Ich weiß, du kannst das. Dann entstehen Freude und Verantwortung. Dann macht Arbeit wirklich Sinn und jeder im Team hat die Chance aufzublühen. Jeder kann persönlich wachsen. Und in der Folge wächst auch das Unternehmen.“

„Wir machen das, wovon wir überzeugt sind und wo wir wissen, dass es unseren Kunden hilft und ihre Arbeit erleichtert.“ Mit dieser kundenorientierten Einstellung richtet Götz Schneider den Blick in die Zukunft. „Das was Menschen spüren ist der Mut zur Innovation. Der Mut, etwas für die Menschen zu tun.“